Aktuelles

Liebe Patientinnen und Patienten,

aufgrund der Infektionslage mit dem Corona-Virus treten viele Fragen auf:

Wir betreuen Sie weiterhin kompetent zum vereinbarten Termin unter den erforderlichen Hygienemaßnahmen.

Nach Betreten der Praxis erfolgt eine Händedesinfektion und Sie erhalten von uns einen Mund-Nase-Schutz, sofern Sie keinen eigenen mitbringen, den Sie während des gesamten Praxisbesuchs tragen. Halten Sie bitte Abstand (1,50 m), soweit das möglich ist.

Nur so können wir eine Ausbreitung der Infektionen verhindern und Sie und das Praxis-Team in dieser Phase bestmöglich schützen.
Begleitpersonen sollten möglichst nicht mit in die Praxis kommen.

Weitere wichtige Empfehlungen:

1. Patienten ohne Infektionszeichen können und sollen ihre Medikamente weiter nehmen.

Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen haben unter besonderen Voraussetzungen ein erhöhtes Infektionsrisiko für bestimmte Infektionen.
Daten aus COVID-19-Registern, Fallserien und Fallberichten legen nach derzeitigem Wissensstand nahe, dass Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im Vergleich zur nicht rheumatisch erkrankten Bevölkerung kein grundsätzlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 aufweisen.

Auch zeigen die bisherigen Daten, dass COVID-19 bei Rheuma-Patienten nicht schwerer verläuft als bei nicht rheumatisch erkrankten Personen.
Auch konnte bisher nicht gezeigt werden, dass die medikamentöse antirheumatische Therapie ein Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen darstellt.
Die bisher umfassendste Studie, die sich weltweit mit dieser Fragestellung befasst hat, kommt zu dem Ergebnis, dass Cortison (z.B. Prednisolon > 10 mg) das Hauptrisiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung darstellt.

Bei Patienten mit gut eingestellter Erkrankung sollte die medikamentöse antirheumatische Therapie nicht abweichend vom üblichen Vorgehen verändert oder pausiert werden.

2. Sollten Sie selbst Infektzeichen wie Fieber, Husten, Gliederschmerzen, Durchfall haben, nehmen Sie telefonisch Kontakt mit ihrem Hausarzt oder der kassenärztlichen Ambulanz (Tel. 116117) auf.

3. Sollten Sie selbst Symptome wie Fieber > 38 Grad oder Husten bemerken, pausieren Sie die entzündungshemmenden Medikamente und melden sich bei uns. Kommen Sie dann bitte nicht in unsere Praxis, sondern nehmen telefonisch oder per mail Kontakt mit uns auf.

4. Handlungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie für die Betreuung von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen während der Coronavirus-Pandemie finden Sie hier:
https://dgrh.de/Start/Publikationen/Empfehlungen/Therapie-bei-besonderen-Situationen/Empfehlungen-w%C3%A4hrend-der-SARS-CoV-2-Covid-19-Pandemie0.html

Empfehlungen für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (DGRh):

a. Einhaltung der vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen
b. Zur Unterbrechung von Infektionsketten und Eindämmung einer neuen Infektionswelle wir der Einsatz der Corona-Warn-App empfohlen.
c. Eine Arbeitsunfähigkeit allein aufgrund der rheumatischen Erkrankung und ihrer Behandlung ist in der Regel nicht gerechtfertigt.
d. Bei der Ermittlung des individuellen Risikos sollten bekannte Risikofaktoren wie Alter, andere Erkrankungen, Adipositas und hohe Krankheitsaktivität beachtet werden.
e. Die Behandlung und Therapie der entzündlich-rheumatischen Erkrankung sollte unter rheumatologischen Standards erfolgen und nicht aufgrund der Pandemie verändert werden.
f. Die Einleitung oder Umstellung antirheumatischer Therapie sollte aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht unterbleiben oder verzögert werden.
g. Die bestehende antirheumatische Therapie sollte bei Patienten ohne Infektzeichen unverändert fortgesetzt werden.
h. Bei PCR-pos. SARS-CoV-2 positiv getesteten Patienten ohne Infektzeichen kann die Therapie pausiert oder später begonnen werden (z.B. 5-6 Tage)
i. Bei Patienten mit gesicherter COVID-19-Erkrankung sollte die Basistherapie pausiert werden, Prednisolon bis zu 10 mg kann fortgesetzt werden.

5. Weitere Informationen zum Umgang und zu den wichtigen Maßnahmen, um die Verbreitung bestmöglich zu verhindern, finden Sie auf den Webseiten des Robert-Koch-Instituts www.rki.de, der kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (www.kvsh.de) und des Bundesgesundheitsministeriums https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Soll ich mich impfen lassen?
Auch hierzu besteht zieht die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie Stellung:

Mit Stand 30.11.2020 gibt es noch keine Daten zur Sicherheit und Effektivität der verschiedenen SARS-CoV-2-Vakzine bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen bzw. bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie.

Totimpfstoffe sind bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie uneingeschränkt einsetzbar. Klassische Totimpfstoffe, die sich in der Entwicklung für eine Impfung gegen SARS-CoV-2 befinden, sind Vakzine auf der Grundlage adjuvantierter Proteine. Auch Vakzine auf der Grundlage nicht-replizierbarer Vektoren und Vakzine auf der Grundlage von mRNA („mRNA-Vakzine“) sind als Totimpfstoffe anzusehen und dürften daher für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie keine Gefahr darstellen.
Lebendimpfstoffe (Vakzine auf der Grundlage attenuierter Viren) sollen bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und bei Patienten unter immunsuppressiver/immunmodulierender Therapie nicht eingesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://dgrh.de/Start/Wissenschaft/Forschung/COVID-19/Impfung-gegen-SARS-CoV2.html