Liebe PatientInnen, bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Praxis am 27.05. geschlossen ist.

Aktuelles

Liebe Patientinnen und Patienten,

in der Pandemie mit dem Corona-Virus treten weiterhin viele Fragen auf:

Wir betreuen Sie weiterhin kompetent zum vereinbarten Termin unter den erforderlichen Hygienemaßnahmen (Händedesinfektion, medizinische Maske, Abstand halten (1,50 m), soweit das möglich ist).

Wir bitten Sie, Ihren Impf- oder Genesenen-Nachweis oder, wenn nicht vorhanden, einen aktuellen Antigen-Test, nicht älter als 24 Stunden, vorzulegen. Auch bei uns in der Praxis können Sie gern einen Antigen-Test durchführen lassen.

Nur so können wir Sie, unsere Patienten und das Praxis-Team bestmöglich schützen.

Begleitpersonen sollten möglichst nicht mit in die Praxis kommen.

Impfungen gegen Covid 19 werden empfohlen für:

1. Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
Eine vollständige Impfung umfasst nach den jetzigen Empfehlungen der StiKo die Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfung (Booster)
2. Eine vierte Impfung wird von der StiKo empfohlen für
- Personen, die älter als 70 Jahre sind, mindestens 3 Monate nach der letzten Impfung
- Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind, mindestens 6 Monate nach der letzten Impfung
- Patienten, die bestimmte Medikamente erhalten, die die Immunabwehr stark beeinflussen wie Rituximab, Abatacept, Mycophenolat mofetil und Cyclophosphamid, mindestens 3 Monate nach der letzten Impfung.

3. Alle anderen Patienten, die wegen ihrer Rheumaerkrankung eine entzündungshemmende Therapie erhalten, sprechen meistens gut auf die Covid-19-Impfung an und sind nach der dritten Impfung ausreichend geschützt.

Wichtiges zur Impfung:

1. Keine Einschränkungen im Impfansprechen liegen vor bei Therapie mit Methotrexat bis 20 mg/Woche, Azathiopin bis 2 mg/kg/Körpergewicht,
Ciclosporin (≤ 2,5 mg/kg KG/Tag), Hydroxychloroquin, Leflunomid (≤ 20 mg/Tag), Sulfasalazin
- Prednisolon bis 10 mg täglich
- Apremilast, die JAK-Hemmer Baricitinib, Filgotinib, Tofacitinib, Upadacitinib, TNF-alpha-Blocker-Therapie (Etanercept, Adalimumab, Infliximab, Golimumab, Certolizumab), Interleukin 6-gerichtete Antikörper (Tocilizumab, Sarilumab), gegen Interleukin 12/23 oder 17 gerichtete Antikörper (Ustekinumab, Secukinumab, Ixekizumab)
4. Bei einigen Medikamenten (s.o.), insbesondere Rituximab ist ein vermindertes Ansprechen auf die Impfung möglich, daher muss unter Rücksprache mit dem behandelnden Rheumatologen die Therapie entsprechend geplant werden
- Abatacept, Cyclophosphamid und Mycophenolat mofetil können zu einem verminderten Ansprechen der Impfung führen. In diesen Situationen kann die Bestimmung der SarsCov Antikörper 4 Wochen nach der Impfung sinnvoll sein.
5. Bei Patienten, die mit Methotrexat behandelt werden, sollte nach der Impfung die Einnahme und Injektion für 2 Wochen ausgesetzt werden
6. Generell wird die Bestimmung der SarsCov Antikörper nicht empfohlen, weil noch keine ausreichenden Daten dazu vorliegen
7. Ein Impfstoff gegen die Omikron-Variante ist noch nicht zugelassen und wird für das Frühjahr 2022 erwartet

Eine Zusammenfassung finden Sie unter folgendem link der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie:

https://dgrh.de/dam/jcr:fc4d3346-595f-47a3-a1c4-56ca3647cb7a/20211108_DGRh-Stellungnahme%20zur%20Auffrischimfung%20bei%20ERE_V3_final.pdf

Weitere Empfehlungen:

1. Patienten ohne Infektionszeichen können und sollen ihre Medikamente weiter nehmen.
2. Eine Impfung gegen die saisonale Grippe empfehlen wir unseren PatientInnen, darüberhinaus eine Aktualisierung des Impfstatus.
3. Daten aus COVID-19-Registern, Fallserien und Fallberichten legen nach derzeitigem Wissensstand nahe, dass Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im Vergleich zur nicht rheumatisch erkrankten Bevölkerung kein grundsätzlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 aufweisen (Hasseli et al 1/22).
4. Bei Patienten mit gut eingestellter Erkrankung sollte die medikamentöse antirheumatische Therapie nicht abweichend vom üblichen Vorgehen verändert oder pausiert werden.
5. Sollten Sie selbst Infektzeichen wie Fieber, Husten, Gliederschmerzen, Durchfall haben, nehmen Sie telefonisch Kontakt mit ihrem Hausarzt oder der kassenärztlichen Ambulanz (Tel. 116117) auf.
6. Sollten Sie selbst Symptome wie Fieber > 38 Grad oder Husten bemerken, pausieren Sie die entzündungshemmenden Medikamente und melden sich bei uns. Kommen Sie dann bitte nicht in unsere Praxis, sondern nehmen telefonisch oder per mail Kontakt mit uns auf.
7. Handlungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie für die Betreuung von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen während der Coronavirus-Pandemie finden Sie hier: 

Empfehlungen für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (DGRh):

a. Einhaltung der vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen
b. Zur Unterbrechung von Infektionsketten und Eindämmung einer neuen Infektionswelle wird der Einsatz der Corona-Warn-App empfohlen.
c. Eine Arbeitsunfähigkeit allein aufgrund der rheumatischen Erkrankung und ihrer Behandlung ist in der Regel nicht gerechtfertigt.
d. Bei der Ermittlung des individuellen Risikos sollten bekannte Risikofaktoren wie Alter, andere Erkrankungen, Adipositas und hohe Krankheitsaktivität beachtet werden.
e. Die Behandlung und Therapie der entzündlich-rheumatischen Erkrankung sollte unter rheumatologischen Standards erfolgen und nicht aufgrund der Pandemie verändert werden.
f. Die Einleitung oder Umstellung antirheumatischer Therapie sollte aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht unterbleiben oder verzögert werden.
g. Die bestehende antirheumatische Therapie sollte bei Patienten ohne Infektzeichen unverändert fortgesetzt werden.
h. Bei PCR-pos. SARS-CoV-2 positiv getesteten Patienten ohne Infektzeichen kann die Therapie pausiert oder später begonnen werden (z.B. 5-6 Tage)
i. Bei Patienten mit gesicherter COVID-19-Erkrankung sollte die Basistherapie pausiert werden, Prednisolon bis zu 10 mg kann fortgesetzt werden.
5. Weitere Informationen zum Umgang und zu den wichtigen Maßnahmen, um die Verbreitung bestmöglich zu verhindern, finden Sie auf den Webseiten des Robert-Koch-Instituts www.rki.de, der kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (www.kvsh.de) und des Bundesgesundheitsministeriums https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Soll ich mich impfen lassen?
Auch hierzu bezieht die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie Stellung:
Verbreitet sei die Befürchtung, dass die das Immunsystem beeinflussenden Medikamente, die viele Rheumapatienten erhalten, die Bildung von schützenden Antikörpern gegen SARS-CoV-2 verhindern. Die bisherigen Erfahrungen mit mRNA-Impfstoffen zeigen, dass die meisten Rheumapatienten, die mit Biologika-Therapien behandelt wurden, eine etwas schwächere Antikörperreaktion zeigten, als gesunde Kontrollpatienten (Prof. B. Hoyer et al., UKSH Campus Kiel). Von einem Absetzen der Rheumamedikamente, um damit die Impfwirkung zu verbessern wird abgeraten, da ein Krankheitsschub auslöst werden kann, der die Situation der Patienten verschlechtert. Die Impfung hat sich auch nicht negativ auf den rheumatologischen Krankheitsverlauf ausgewirkt.

Auch das Team um Prof. Dr. med. G. Schett, Erlangen hat an 84 Patienten ein gutes Ansprechen auf die Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer beobachtet. 90 % der Patienten hatten eine sehr gute Immunantwort, die wenigen Patienten, die keine Antikörper bilden sind möglicherweise über eine zelluläre Immunantwort gegen das Virus geschützt.

Eine Impfung wird für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen ausdrücklich empfohlen!

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://dgrh.de/dam/jcr:d891b2d0-afc1-41d4-8adf-a42a434f223b/Pat_Version%233_2.5.1_fin.docx.pdf

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/COVID-19.html