Aktuelles

Liebe Patientinnen und Patienten,

aufgrund der Infektionslage mit dem Corona-Virus treten viele Fragen auf:

Wir betreuen Sie weiterhin kompetent zum vereinbarten Termin unter den erforderlichen Hygienemaßnahmen (Händedesinfektion, medizinische Maske, Abstand (1,50 m), soweit das möglich ist).

Nur so können wir eine Ausbreitung der Infektionen verhindern und Sie und das Praxis-Team in dieser Phase bestmöglich schützen.
Begleitpersonen sollten möglichst nicht mit in die Praxis kommen.

Auffrischungsimpfungen werden empfohlen für:

1. Alle Personen mit abgeschlossener Impfung mit Astra zeneca oder Johnson & Johnson mit Biontech oder Moderna-Impfstoff mit einem mindestens 6-monatigen Abstand. Hierfür stehen bis Ende September die Impfzentren in Schleswig-Holstein zur Verfügung.
2. Personen mit einem Alter über 60 Jahren
3. Medidzinisches Personal im ambulanten und stationären Bereich
4. Personal im Rettungsdienst, in Pflegeheimen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe

Eine Grippeimpfung empfehlen wir unseren Patienten im Abstand von mindestens 2 Wochen zur COVID 19-Impfung.

1. Patienten ohne Infektionszeichen können und sollen ihre Medikamente weiter nehmen.

Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen haben unter besonderen Voraussetzungen ein erhöhtes Infektionsrisiko für bestimmte Infektionen.
Daten aus COVID-19-Registern, Fallserien und Fallberichten legen nach derzeitigem Wissensstand nahe, dass Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen im Vergleich zur nicht rheumatisch erkrankten Bevölkerung kein grundsätzlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 aufweisen.

Auch zeigen die bisherigen Daten, dass COVID-19 bei Rheuma-Patienten in den meisten Fällen nicht schwerer verläuft als bei gesunden Personen.
Auch konnte bisher nicht gezeigt werden, dass die medikamentöse antirheumatische Therapie ein Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen darstellt.
Die bisher umfassendste Studie, die sich weltweit mit dieser Fragestellung befasst hat, kommt zu dem Ergebnis, dass Cortison (z.B. Prednisolon > 10 mg) das Hauptrisiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung darstellt.

Bei Patienten mit gut eingestellter Erkrankung sollte die medikamentöse antirheumatische Therapie nicht abweichend vom üblichen Vorgehen verändert oder pausiert werden.

2. Sollten Sie selbst Infektzeichen wie Fieber, Husten, Gliederschmerzen, Durchfall haben, nehmen Sie telefonisch Kontakt mit ihrem Hausarzt oder der kassenärztlichen Ambulanz (Tel. 116117) auf.

3. Sollten Sie selbst Symptome wie Fieber > 38 Grad oder Husten bemerken, pausieren Sie die entzündungshemmenden Medikamente und melden sich bei uns. Kommen Sie dann bitte nicht in unsere Praxis, sondern nehmen telefonisch oder per mail Kontakt mit uns auf.

4. Handlungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie für die Betreuung von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen während der Coronavirus-Pandemie finden Sie hier:

https://dgrh.de/Start/DGRh/Presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen/2021/Pressemitteilung-Nr.-9-2021.html

https://dgrh.de/Start/Publikationen/Empfehlungen/Therapie-bei-besonderen-Situationen/Handlungsempfehlungen-der-DGRh-im-Rahmen-der-COVID-19-Pandemie.html

Empfehlungen für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (DGRh):

a. Einhaltung der vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen
b. Zur Unterbrechung von Infektionsketten und Eindämmung einer neuen Infektionswelle wir der Einsatz der Corona-Warn-App empfohlen.
c. Eine Arbeitsunfähigkeit allein aufgrund der rheumatischen Erkrankung und ihrer Behandlung ist in der Regel nicht gerechtfertigt.
d. Bei der Ermittlung des individuellen Risikos sollten bekannte Risikofaktoren wie Alter, andere Erkrankungen, Adipositas und hohe Krankheitsaktivität beachtet werden.
e. Die Behandlung und Therapie der entzündlich-rheumatischen Erkrankung sollte unter rheumatologischen Standards erfolgen und nicht aufgrund der Pandemie verändert werden.
f. Die Einleitung oder Umstellung antirheumatischer Therapie sollte aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht unterbleiben oder verzögert werden.
g. Die bestehende antirheumatische Therapie sollte bei Patienten ohne Infektzeichen unverändert fortgesetzt werden.
h. Bei PCR-pos. SARS-CoV-2 positiv getesteten Patienten ohne Infektzeichen kann die Therapie pausiert oder später begonnen werden (z.B. 5-6 Tage)
i. Bei Patienten mit gesicherter COVID-19-Erkrankung sollte die Basistherapie pausiert werden, Prednisolon bis zu 10 mg kann fortgesetzt werden.

5. Weitere Informationen zum Umgang und zu den wichtigen Maßnahmen, um die Verbreitung bestmöglich zu verhindern, finden Sie auf den Webseiten des Robert-Koch-Instituts www.rki.de, der kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (www.kvsh.de) und des Bundesgesundheitsministeriums https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Soll ich mich impfen lassen?
Auch hierzu bezieht die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie Stellung:
Verbreitet sei die Befürchtung, dass die das Immunsystem beeinflussenden Medikamente, die viele Rheumapatienten erhalten, die Bildung von schützenden Antikörpern gegen SARS-CoV-2 verhindern. Die bisherigen Erfahrungen mit mRNA-Impfstoffen zeigen, dass die meisten Rheumapatienten, die mit Biologika-Therapien behandelt wurden, eine etwas schwächere Antikörperreaktion zeigten, als gesunde Kontrollpatienten (Prof. B. Hoyer et al., UKSH Campus Kiel). Von einem Absetzen der Rheumamedikamente, um damit die Impfwirkung zu verbessern wird abgeraten, da ein Krankheitsschub auslöst werden kann, der die Situation der Patienten verschlechtert. Die Impfung hat sich auch nicht negativ auf den rheumatologischen Krankheitsverlauf ausgewirkt.

Auch das Team um Prof. Dr. med. G. Schett, Erlangen hat an 84 Patienten ein gutes Ansprechen auf die Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer beobachtet. 90 % der Patienten hatten eine sehr gute Immunantwort, die wenigen Patienten, die keine Antikörper bilden sind möglicherweise über eine zelluläre Immunantwort gegen das Virus geschützt.

Eine Impfung wird für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen ausdrücklich empfohlen!

Hier finden Sie Aufklärungs- und Einwilligungsbögen zu den Impfungen:

Einwilligung mRNA-Impfstoff
Aufklärungsbogen mRNA-Impfstoff

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://dgrh.de/Start/Wissenschaft/Forschung/COVID-19/Impfung-gegen-SARS-CoV2.html

Stellungnahme der DGRh zur Pausierung des Methotrexats vor und nach COVID 19 Impfung:

https://dgrh.de/Start/Wissenschaft/Forschung/COVID-19/Beeinflusst-MTX-den-Impferfolg-.html